Füße messen, Größentabelle & Passform
Kinderfüße richtig messen – damit Schuhe wirklich passen
Füße richtig messen – damit Schuhe wirklich passen
Schuhgrößen sind nicht genormt. Damit du beim Schuhkauf nicht raten musst, brauchst du eine verlässliche Basis: Fußlänge Breite als Orientierung, die passende Zugabe – und anschließend die Kontrolle der Innenlänge im Schuh.
Das Wichtigste in 30 Sekunden
- Nachmittags/abends messen(alltagsnäher).
- Beide Füße messen – der größere Wert zählt.
- Fußlänge + Zugabe= benötigte Innenlänge.
- Dann prüfen: Hat der Schuh innen wirklich diese Länge?
In 3 Schritten zum passenden Schuh
Fußlänge exakt bestimmen, Breite als Orientierung mitnehmen.
Fußlänge + Zugabe = benötigte Innenlänge.
Mit Plus 12 kontrollieren, ob der Schuh wirklich passt.
Warum richtiges Messen für Kinderfüße so wichtig ist
Gleiche Größe bedeutet nicht gleicher Sitz. Und selbst wenn zwei Schuhe eine ähnliche Innenlänge haben, kann sich die Passform deutlich unterscheiden – je nach Schnitt, Zehenbox, Volumen, Material und der Position der breitesten Stelle. Richtiges Messen schafft eine verlässliche Grundlage, aber: Entscheiden tut am Ende der Fuß im Schuh.
Wenn du nach dem Messen passende Schuhe suchst, helfen dir auch diese Seiten: Erste Schuhe , Barfußschuhe für Kinder und Barfußsandalen für Kinder.
1) Füße messen – am einfachsten mit Zentimetrix
Zentimetrix liefert dir klare Werte für Fußlänge
und Breite (als Orientierung).
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So misst du die Fußlänge (der wichtigste Wert)
- Messhilfe flach auf den Boden legen.
- Fuß gerade aufstellen, Ferse an die Anschlagschiene.
- Kind steht belastet(nicht im Sitzen).
- Den längsten Zeh ablesen (nicht immer der große Zeh).
- Beide Füße messen – der größere Wert zählt.
So misst du die Breite (als Orientierung)
- Fuß quer ausrichten und an der Schiene anlegen.
- Breite an der breitesten Stelle ablesen (meist Ballenbereich).
- Bitte nicht „zusammendrücken“ – locker anlegen reicht.
- Mine aus dem Kuli zum Anzeichnen verwenden.
- Datum notieren (Wachstum im Blick).
- Ruhig, aber entspannt messen.
- Keine Filzstifte / dicken Linien.
- Nicht schieben oder „schön drücken“.
- Nicht nur nach Schuhgröße gehen.
2) Zugabe – warum ein Schuh länger sein muss als der Fuß
Die gemessene Fußlänge ist nicht die Zielgröße für den Schuh. Zum Gehen, Abrollen und für Wachstum braucht der Fuß Platz. Darum rechnest du zur Fußlänge eine Zugabe dazu – und erhältst so die benötigte Innenlänge.
- Kinder (sicher laufend): 12–15 mm
- Winterschuhe / dicke Socken: ca. 17 mm
3) Innenlänge im Schuh prüfen – mit Plus 12
Plus 12 ist vor allem dafür sinnvoll, die Innenlänge eines Schuhs
zu prüfen – also ob der Schuh innen wirklich die benötigte Innenlänge(Fußlänge + Zugabe) hergibt.
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So gehst du vor
- Schuh leer prüfen (ohne Fuß im Schuh).
- Innenlänge messen und mit deiner benötigten Innenlänge vergleichen.
- Eine Abweichung von ca. ± 1 mm ist in der Praxis meist unkritisch.
Breite, Weite, Spann – bitte nicht verbeißen
Die Breite hilft bei der Orientierung – aber sie ist kein starres „Millimeter-Gesetz“. Kinderfüße sind individuell, und Schuhe verhalten sich je nach Schnitt, Material und Volumen sehr unterschiedlich.
Weite= mehr als Breite: Breite + Höhe + Volumen + Spann.
Spann= wie viel Raum der Fuß am Fußrücken braucht (oft entscheidend für „drückt“ oder „passt“).
Warum gleiche Innenbreite trotzdem anders sitzen kann:
Die breiteste Stelle eines Schuhs liegt nicht bei jedem Modell an derselben Position. Schon 1–2 mm weiter vorne oder hinten können dazu führen, dass ein Schuh gut sitzt – und der andere drückt.
Orientierung statt Dogma: Kleine Abweichungen (1–2 mm) sind normal – entscheidend ist der Eindruck am Fuß.
Bitte nicht: Einlegesohle, Stäbchen, Fußschablonen
Diese Methoden wirken logisch – helfen aber in der Praxis oft nicht weiter, weil sie die Realität vereinfachen: Fuß und Schuh sind 3D, viele Tricks sind nur 2D oder sogar 1D.
- Auf die Einlegesohle stellen: Einlegesohle = 2D, Fuß/Schuh = 3D. Spann und Volumen fehlen komplett.
- Stäbchen-Trick: misst eine starre Linie – sagt nichts über Form, Volumen oder die Position der Breite.
- Fußschablone: ebenfalls 2D – sagt nichts über Spann/Volumen und „wie es sich beim Laufen anfühlt“.
Schuhe richtig anprobieren & prüfen
Messwerte helfen bei der Auswahl – aber geprüft wird am Fuß. Gerade bei Weite, Spann und Volumen entscheidet der Praxistest.
- Kind den Schuh 5–10 Minuten drinnen tragen lassen.
- Auf entspanntes Laufen und natürliches Abrollen achten.
- Fersensitz beobachten (sicherer Halt, kein Rutschen, kein Drücken).
- Danach: Schuhe aus, Socken aus – Füße auf Rötungen/Druckstellen prüfen.
🧦 Sockencheck – oft unterschätzt
Eine zu kleine oder zu kurze Socke kann den Fuß genauso einengen wie ein zu kleiner Schuh. Und ja – das verfälscht jede Passformbeurteilung.
Merksatz: Passt die Socke nicht, kannst du den Schuh nicht richtig beurteilen.
Unsicher mit der Größe?
Unser Schuhfinder hilft dir weiter – auf Basis deiner Fußlänge und Breite als Orientierung.
Zum SchuhfinderFAQ – Kinderfüße richtig messen
Wie oft sollte man Kinderfüße messen?
Kinderfüße wachsen schnell. Besonders bei kleineren Kindern lohnt es sich, regelmäßig nachzumessen.
Misst man Kinderfüße im Sitzen oder im Stehen?
Am besten im Stehen und belastet. So ist das Ergebnis näher an der realen Situation im Alltag.
Warum reicht die Schuhgröße allein nicht aus?
Schuhgrößen sind nicht genormt. Entscheidend ist die tatsächliche Innenlänge des Schuhs im Vergleich zur gemessenen Fußlänge plus Zugabe.
Warum ist die Breite nur eine Orientierung?
Weil Passform nicht nur von der Breite abhängt, sondern auch von Weite, Spann, Volumen, Schnitt und der Position der breitesten Stelle im Schuh.
Was mache ich nach dem Messen?
Nach dem Messen rechnest du die passende Zugabe dazu und prüfst anschließend, ob der Schuh innen wirklich diese benötigte Länge hat.
